Ausstellung im Schloss Reinbek: Rechte Gewalt in Hamburg von 1945 bis heute

Anlässlich des 75. Jahrestages des Grundgesetzes zeigt das Kulturzentrum Schloss Reinbek die Ausstellung „Rechte Gewalt in Hamburg von 1945 bis heute“. Die Wanderausstellung von der „Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte“ ist Anfang des Jahres bereits mit großem Erfolg im Hamburger Rathaus gezeigt worden.
Mit Unterstützung der Bürgerstiftung Stormarn kann das Kulturzentrum sie jetzt in Reinbek präsentieren. Die Bürgerstiftung Stormarn ermöglicht auch kostenlose Führungen für Schulklassen. Am Sonntag, 16. Juni, 11.30 Uhr bietet Kurator Lennart Onken zudem eine offene Führung durch die Ausstellung an.
Rechtsextreme Überzeugungen werden in Deutschland wieder verstärkt offen geäußert. Auch Gewalttaten von rechts nehmen zu. Diese Entwicklung bedroht unsere freiheitliche demokratische Gesellschaft, deren Fundament das Grundgesetz bildet.
Die Ausstellung beschreibt auf 38 Tafeln Weltbilder und Gewalttaten der extremen Rechten, der Akteure und Netzwerke alter wie neuer Nazis. Dabei geht der Blick auch über Hamburg hinaus. So ist beispielsweise ein Überfall in Reinbek auf das Munitionslager Oher Tannen dokumentiert.
Zugleich erzählt die Ausstellung die Geschichten der Betroffenen dieser Gewalt und lässt Hinterbliebene der Opfer zu Wort kommen. Geschildert werden auch Formen von Gegenwehr aus der Hamburger Gesellschaft und Politik gegen die Angriffe der extremen Rechten.

Alyn Beßmann-Šišić und Lennart Onken (beide Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte) kuratierten die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Journalisten Andreas Speit, einem prominenten Kenner der rechtsextremen Szene.

Kostenlose Schulführungen mit einer Gedenkstättenpädagogin können im Schloss angefragt werden unter Tel. 040 727 50 812 oder per Mail unter kulturzentrum@reinbek.de

Schloss Reinbek
Schloßstraße 5
21465 Reinbek

Öffnungszeiten
Mi–So: 10:00–17:00 Uhr

Weitere Infos: https://www.schloss-reinbek.de/